1. Wie Weit Ben Kelber 3:47
  2. Abendmelodei Mary Pentzek 3:14
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Das Nehemia 12 Prinzip

Ein Teil der Spenden steht den Musikern zu

Im alten Testament wird in Nehemia 12 beschrieben wie Leviten und Sänger regelmäßig durch die anderen Stämme Israels finanziert wurden. Ein Teil Ihres Zehnten war fest für die Musik, den Lobpreis und den Reinigungsdienst des Volkes eingeplant.

Wir sind davon überzeugt wenn jeder Christ einen Teil seiner Spenden in die Musik für Gott investiert, dann wird dieser Bereich aufblühen. Neue Lieder werden entstehen, mehr Musiker können in ihre Berufung finden, Gemeinden und Kirchen wären inspirierter und die Musik hätte wieder mehr reinigende Wirkung.

Die Versorgung der Priester und Leviten

Nehemia 12

44 Damals wurden auch Aufseher für die Vorratsräume angestellt, in denen alle Vorräte und Abgaben gelagert wurden, die ersten Früchte der Ernte und der zehnte Teil aller Erträge. Von allem, was auf den Feldern rings um die Städte geerntet wurde, sollte der gesetzlich festgelegte Anteil in die Vorratsräume gebracht werden, als Abgabe für die Priester und die Leviten. Die Leute von Judäa befolgten die Anordnung willig; denn sie hatten ihre Freude an den Priestern und Leviten, die den Dienst am Tempel versahen, 45 ihrem Gott die Opfer darbrachten und die Reinigungshandlungen vollzogen. Auch die Sänger und die Torwächter verrichteten ihren Dienst nach den Anordnungen Davids und seines Sohnes Salomo. 46 Damals, zur Zeit Davids, war Asaf der Vorsteher der Sänger, die Gott mit ihren Liedern priesen und ihm dankten. 47 Zur Zeit Serubbabels wie zur Zeit Nehemias lieferten alle Israeliten ohne Ausnahme die Abgaben, die den Sängern und Torwächtern für ihren täglichen Unterhalt zustanden. Die Leute brachten die Gaben, die dem Herrn geweiht waren, zu den Leviten, die den vorgeschriebenen Anteil an die Priester abgaben.

Zurück zu den Wurzeln: Warum wir Lobpreiser bezahlen sollten

von Susanne Trapper

Zahlst Du Deinen Zehnten? Spendest Du? Wieviel von Deinen Spenden wird für Musik, Anbetung, Lobpreis verwendet?

Spenden oder den Zehnten zu zahlen ist für viele Christen noch immer ein selbstverständliches Prinzip. Finanzielle Großzügigkeit ist ein wichtiges Werkzeug um die Kirche, die Gemeinden und Dienste aufzubauen. Leider bekommen zwar Pfarrer oder Gemeindeleiter etwas von diesen Spenden, aber die Lobpreiser, Sänger usw. sehr selten. Es ist oft eine Scheu spürbar, Musikern, die Lobpreis machen oder christliche Konzerte geben, normale Löhne oder Gagen zu zahlen. Die weltliche Szene bekleckert sich dabei auch nicht mit Ruhm, ich weiß, aber sollten wir es nicht anders machen?

Warum?

Es ist wirklich kein Wunder, dass so wenige ihrer Berufung voll nachgehen können, entweder nebenher mit einem anderen Job oder gar nicht! Schade… so viele begeisterte Lobpreiser haben wir ihren Dienst einschränken sehen. Irgendwann kam der Tag, an dem sie realisiert haben, dass sie, wenn sie eine Familie ernähren wollen, nicht so viel Zeit in diese Berufung stecken können. Viele moderne Kirchenmusiker wie Lobpreiser, die diesem Dienst nachgehen, mussten sich entscheiden ein Leben mit geringen finanziellen Mitteln zu leben. Wenn doch mal mehr Geld da ist, muss es in neues Equipment gesteckt werden oder der Bausparer wird in ein Album investiert. Für Gott und uns… und dann kommt ab und zu aus der Gemeindelandschaft noch die Frage, ob man die CDs nicht verschenken sollte, weil die Songs ja ein Geschenk von Gott waren und man damit kein Geld verdienen sollte…

So unverschämt diese Frage auch ist, ich kann sie sogar verstehen. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass der Musikbereich für Gott nicht marktorientiert sein sollte. Aber genau dazu werden die Musiker doch gezwungen, wenn sie nur Musik für Gottesdienste und den kleinen christlichen Markt machen sollen, dabei natürlich Alben in professionellen Studios aufnehmen sollen, aber die Gemeinden und christlichen Organisationen nicht für Ihren Unterhalt sorgen.

Im Moment leben wir in einem christlichen Musikmarktsystem, in dem oft nur noch der etwas verdient, der seine CDs oder Auftritte am besten vermarktet, auf jeden Fall Pop oder leicht mitsingbare Schlagermusik macht, oder – wenn überhaupt – der, der den Lobpreisbereich organisiert. Obwohl die Frage besteht, wer aus unserer Szene überhaupt mehr an CDs verdient, als die Studio-, Grafik-, und Presskosten verschluckt haben. 7.000 bis 15.000 Euro sind normal für eine Produktion, die das »Das hab ich selbst mit einem teuren Mikro aufgenommen«-Niveau übersteigen soll.

Was passiert, wenn der Lobpreiser/Musiker, der Gott musikalisch ehrt und uns dient, Gott anzubeten, uns mit seiner Musik, den Texten, »reinigt«, ein Einkommen hat?

Es ist uns klar geworden: Wo dieses Prinzip gelebt wird, entstehen wunderbare Songs, CDs und Veranstaltungen (Gebetshäuser, Bethel, größere Landeskirchen, etc.). Lobpreiser/Musiker haben den Kopf frei und die Zeit dazu, sich um Gott zu drehen und können ihm und uns dadurch besser dienen. Mit Sicherheit würden viel mehr neue Alben herauskommen und garantiert mehr musikalische Vielfalt entstehen, wenn wir uns entscheiden würden diesen Dienst finanziell zu unterstützen. Jeder uns bekannte Musiker im christlichen Bereich würde sich für ein monatliches Gehalt und gegen unstete CD-Einnahmen und Gagen aussprechen. Wenn christliche Veröffentlichungen, Konzerte, Lobpreisabende und CDs wirklich umsonst sein sollen und nicht marktorientiert, dann müssen wir in ein anderes System wechseln.

Wir sind inspiriert von der Finanzierung der Leviten und Sänger im Alten Testament. Sie wurden aus Spenden der anderen Stämme Israels für Lobpreis, Musik und zur Reinigung des Volkes bezahlt – vom Zehnten.

Der Verein glorify e.V. soll uns und dir die Möglichkeit geben, Verantwortung für diesen unglaublich wichtigen Teil in Gottes Plan zu übernehmen, wenn das in deiner Kirche/Gemeinschaft nicht so gelebt wird oder du einfach Sehnsucht hast nach mehr…

© glorify e.V.